Buddha Amitabha erscheint im leeren Raum - auf einer Lotusblüte sitzend. Sein Name bedeutet "Grenzenloses Licht". Amitabha hat eine rote Körperfarbe und formt mit seinen Händen die Meditationsgeste (skrt. Dhyana-Mudra). Er hält eine Almosenschale, die ihn als Herrscher über ein Reines Land ausweist. Amitabhas Paradies heißt Sukhavati (skrt. das Glückvolle).
Es heißt, dass Amitabha vor langer Zeit in einem irdischen Leben ein König war. Als er von der buddhistischen Lehre hörte, stieg er von seinem Thron, verließ seinen Palast und wurde zum Mönch namens Dharmakara. Dann wollte er ein Reines Land schaffen, in dem diejenigen, die an ihn glaubten und sein Mantra rezitierten, wieder geboren würden. Hier könnten sie sich, jenseits der Sechs Bereiche von Samsara und unter günstigen Umständen, weiteren Meditationsübungen widmen.
Als Dharmakara das vollkommene Erwachen erreicht hatte, wurde er zum Buddha Amitabha. Er schuf durch die Kraft seines Mitgefühls für alle leidenden Wesen ein Reines Land und nannte es "Sukhavati". Hier werden jene, die zu Lebzeiten die Meditation über Amitabha ausgeübt haben, in einer Lotusblüte wiedergeboren. Sie erschauen ein wunderschönes Land, durchströmt von klaren Flüssen voll bunter Fische. Prächtige Wälder, in denen unzählige wunscherfüllende Bäume wachsen, säumen türkisblaue Seen. Die Wege sind mit Edelsteinen belegt und führen zu kühlen Hainen, in denen der hier Wiedergeborene meditieren kann. Versunken in tiefes Samadhi heben sich dem Meditierenden die letzten Schleier der geistigen Verdunklung, und endgültiges Nirvana wird erreicht.
Oft wird Amitabha auch in einem juwelengeschmückten Palast dargestellt. Er sitzt auf einem Thron, und zu seinen Füßen ist ein Pfau zu sehen. Dieser ist sein Begleittier, und gelegentlich reitet er mit seiner Gefährtin Pandaravasini durch die wohlriechenden Lüfte von Sukhavati.
Amitabha ist einer der fünf Dhyani-Buddhas (skrt.; Meditationsbuddhas). Diese symbolisieren die fünf Aspekte des erleuchteten Bewusstseins und werden auf Thangkas oft in einem Mandala gezeigt; Im Zentrum des Mandalas befindet sich Vairochana (skrt.; der Sonnengleiche).