1. Konstruktion eines MANDALA gemäß der Vierer - Aufteilung
1. Schritt. Wir zeichnen ein Quadrat. Praktisch ist die Verwendung eines rechtwinkligen Plastik – Dreiecks.2. Schritt: Durch die Verbindung der gegenüberliegenden Eckpunkte, ergeben sich zwei Diagonale, deren Schnittpunkt exakt den Mittelpunkt des MANDALA ergibt.
Hier erscheint quasi das wichtigste Wort bei der Konstruktion: der Schnittpunkt. Immer wieder werden wir auf diesem Begriff stoßen. Der Schnitt punkt ist der Aufruf eine Entscheidung zu treffen. Er ist die Weggabelung für die Entfaltung des MANDALA. Häufig gibt es sogar mehrere Möglichkeiten den Weg fortzusetzen.
Wir haben jetzt also den ersten, zudem noch den wichtigsten Schnittpunkt gefunden. Durch die beiden Diagonalen ergab sich der Mittelpunkt des MANDALA. Im vorliegenden Beispiel habe ich folgende Entscheidung getroffen. Ich nehme den Schnittpunkt zum Anlaß einen neuen Kreis zu zeichnen. Mit dem Zirkel, ein weiteres unentbehrliches Utensil bei der MANDALA - Konstruktion, beschreibe ich einen Kreis, der die Innenseite der Quadratlinien tangiert, und erhalte gleich vier neue Schnittpunkte.
Mein Kreis schneidet die Diagonalen in vier Punkten. Zeit der Entscheidung! Ich verbinde diesmal die Schnittpunkte mit einer Linie und erhalte ein neues Quadrat. Ich hätte mich auch anders entscheiden können, indem ich vier kleine Kreise gezeichnet hätte, dann hätte sich das MANDALA in eine ganz andere Richtung entwickelt. Man kann natürlich Schnittpunkte auch ignorieren.Wieder zeichne ich einen Kreis in das gefundene Quadrat, verbinde die Schnittpunkte und
erhalte ein zweites Quadrat. Nun nehme ich die Eckpunkte des kleinen Quadrats zum Anlass vier kleine Kreise zu zeichnen, die die Innenseite des großen Kreises tangieren.Habe ich nun einen Kreis um den Mittelpunkt meines MANDALAS beschrieben, der die vier kleinen Kreise tangiert, erkläre ich meine MANDALA – Konstruktion als vollendet, denn ich bin ungeduldig und will mit der Kollerierung beginnen. (Zeichnung 6 )
Zugegeben, es ist nicht einfach nach einer Beschreibung ein MANDALA zu zeichnen. Hier gilt, wie so oft im künstlerischen Bemühen: Experimentieren. Ausprobieren. Mit Lineal und Zirkel spielen, nach dem Motto: Was passiert, wenn ich dieses oder jenes mache. In meinen MANDALA – Malkursen mache ich immer wieder die Erfahrung, dass sich Teilnehmer zu wenig zutrauen und gleichzeitig zu viel von sich erwarten.
Am Ende eines solchen Workshops bin ich selbst immer wieder erstaunt über die Ergebnisse. Menschen, die seit der Schulzeit keinen Bundstift in den Händen hatten, gehen zum Schluss glücklich mit ihrem MANDALA von dannen.
In den nächsten Schritten wird das Mandala, in diesem Fall mit Bundstiften, vom Zentrum aus koloriert.




