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Die zornvollen Gottheiten - Sonntag, 25. Februar 2007

Über die zornvollen Gottheiten

Ich werde häufig gefragt, welche Bedeutung die zornvollen Erscheinungen der Buddhas haben. In meinem Karten - Set ist Vajrapani, Hayagriva und Varjra Varahi vajrapanials zornvolle Emanationen zu sehen.  
Zugegeben sie sind nicht jedermanns Sache. Sie zeigen sich in einer Art und Weise, dass man geneigt ist, ängstlich zu reagieren. Und in der Tat; sie sehen furchterregend aus, mit ihren fletschenden Zähnen, wutverzerrten Gesichtern und von Flammen umgeben. 

Ob die Angst berechtigt ist oder nicht, liegt an einem selbst. Diese „fürchterlichen“ Wesen werden auch Dharmapalas genannt und haben die Aufgabe die Buddhistische Lehre zu schützen. Sie schützen nicht nur die Lehre sondern auch den Praktizierenden, der in Ruhe meditieren möchte. Sie können von dem Meditierenden mit Mantras und Gebeten angerufen werden und erscheinen dann, um negative Energien und andere Hindernisse zu beseitigen.

hayagrivaFür denjenigen also, der reinen Herzens ist und mit der richtigen Motivation meditiert, besteht keine Gefahr. Anders geht es jenen, die Übles im Schilde führen, die beabsichtigen, die Ruhe der Versenkung zu stören und Hindernisse in den Weg zu legen. In deren Haut möchte ich dann nicht stecken. Ich empfehle in meinem Buch, während der Meditation eine zornvolle Gottheit vor den Meditationsraum zu visualisieren. Dann kann man sich ungestört in eine friedvolle Erscheinung, etwa Buddha Shakyamuni oder die Weiße Tara, versenken.

Fortgeschrittene Praktizierende könne sich auch selbst als Zornvolle Erscheinung vorstellen, um einen Raum mit dem heiligen Feuer zu reinigen. Aber Vorsicht! Um das
Vajra VarahiMantra eines Dharmapalas zu rezitieren, bedarf es vorher der Zufluchtnahme und einer Einweihung durch einen Lama. Die Zufluchtnahme ist ein Ritual, durch dass man vor einem Lama bestimmte Versprechen abgibt, d.h. sich in Zukunft an bestimmte Regeln zu halten. Dann übernimmt der Lama eine Verantwortung und wird selbst zu einem Schützer.
Am Anfang sind die „Schrecklichen“ etwas fremd, aber mit den Jahren gewinnt man Zutrauen. Mein persönlicher Liebling ist die große Dharma Schützerin und Mutter aller Buddhas ACHI, eine halbzornvolle Emanation. Sie reitet auf einem blauen Windpferd und vertreibt alle Hindernisse durch den Klang ihrer Handtrommel.


Für tief schürfende Studien bezüglich der Zornvollen Erscheinungen seien folgende Bücher genannt.

  • Jonathan Landaw und Andy Weber: Bilder des Erwachens, Diamantverlag 1997. Vajrapani Seite 68, Yamantaka Seite 153, Mahakala  Seite 180.
  • Vessantara:  zum wohl aller wesen,  do evolution 2001. Vajrapani, Seite 63; 
  • Ebenda: Flammen der Verwandlung, do evolution, Die dunklen Dharma – Armeen Seite 151,
  • Hans Wolfgang Schumann: Buddhistische Bilderwelt, Diederichs1993, Die acht Dharmapalas, Seite 186 ff.
  • Evans – Wentz: Das tibetanische Totenbuch, Walter 1993; Das Dämmern der zornvollen Gottheiten vom ersten bis zum siebten Tag. Seite 177

25.02.2007 Norbert Lösche

 



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