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Mandala Meditation

Meditationsanweisung von Norbert Lösche dem Autor von "Die Bilderwelt des Buddhismus".

Mandala Meditation - Samstag, 24. Februar 2007

Was ist Visualisation?

Mandala MeditationIm Zusammenhang mit der Mandala  - Meditation taucht bisweilen die Frage auf, was eigentlich Visualisation ist.
Es geht darum, sich einen Gegenstand, ein Zeichen oder eine Figur  bildhaft vorzustellen.
Das erscheint am Anfang recht schwierig, doch durch regelmäßiges Üben macht man bald Fortschritte. Am besten Du fängst mit einfachen Übungen an. Vielleicht kaufst du dir einen Apfel. Du legst ihn so vor dich, dass nicht allzu viele andere Gegenstände in deinem Blickfeld sind. Dann läst du deinen Blick einfach auf dem Apfel ruhen. Du kannst die die Form und die Farbe anschauen, oder seine Maserung bewundern. Der Apfel an sich ist ja ein Wunder der Natur. Wie sich die Farben Rot, Gelb und Grün mischen, ohne dass es zu farblichen Mißtönen kommt. Nach einigen Augenblicken schließt du die Augen und versuchst dich zu erinnern. Natürlich wird am Anfang vor deinem geistigen Auge kein Apfel entstehen, in seiner Form, dreidimensional und mit allen Farben. Aber durch tägliche Übungen wird das Bild eines Apfel immer deutlicher. Mit der Zeit kannst du dir einen Apfel vorstellen, ohne ihn in der äußeren Realität vorher anzuschauen.
Dann können die Gegenstände komplexer werden und du kannst zu einfachen Bildern übergehen. Wichtig ist, dass Du eine positive Einstellung zu dem hast, was du Dir vorstellen willst. Es muss wirklich Spaß machen.

Anbei noch ein Zitat, das ich gefunden habe.
Frage an Lama Thubten Yeshe: Was kann ich tun, wenn ich nicht visualisieren kann?
Lama Yeshe: Die beste Meditation ist das Ruhen in Leerheit. Etwas visualisieren heißt einfach. Das Ding erscheint vor deinem inneren Auge. Kannst du mich sehen? Ja? Jetzt schließe die Augen.
Frage: Wenn ich die Augen schließe, kann ich sie nicht mehr sehen.
Lama Yeshe: Nicht mehr mit den Augen, aber du kannst dich sicher an mein Gesicht erinnern .Du denkst einfach an mich. Das ist mit Visualisation gemeint. Das reicht völlig.
Die Frage ist wichtig, darum möchte ich noch etwas hinzufügen. Vielleicht gibt es ein Problem mit den Begriffen. Vielleicht versteht ihr unter Bild nur das, was man mit den Augen, mit dem Gesichtssinn wahrnehmen kann.
Visualisierung im Tantra bezieht sich auf den ,,sechsten“ Sinn, auf das geistige Bewusstsein. Man meditiert nicht mit dem Sinnesorgan Auge oder einem der anderen der fünf Sinne. Wenn wir im Traum bestimmt Bilder sehen, hat das nichts mit den Augen zu tun. Es geht um den Geist, um geistige Erfahrung.

(Zitat aus: Die Grüne Tara, weibliche Weisheit von Lama Thubten Yeshe.  Diamant-Verlag, Seite 54)


Mandala Meditation - Dienstag, 13. Februar 2007

Die MANDALA – Meditation

Mandala MeditationWas ist Meditation? Auf diese Frage kann es nur eine Antwort geben.
Es gibt hundert Millionen Meditationsmöglichkeiten. Vielleicht mehr, als es Menschen gibt. Da bleiben noch Möglichkeiten für die Tiere und die Steine.

Aber warum soviel? Ich will doch nur mit einer beginnen. OK! Es kommt eben darauf an, wo Du stehst. Was nutzt dir eine buddhistische Meditationsanweisung, die der alten tibetischen Tradition entstammt, aber deren Erlernen acht Jahre in Anspruch nimmt und deren Durchführung die Abgeschiedenheit einer Höhle im Himalaja erfordert.

Also eine einfache Meditationsübung:  Einatmen - Ausatmen. Zu simpel? Das hängt durchaus von deinen Fähigkeiten ab. Es gibt Möglichkeiten durch die Enden der Haare einzuatmen und durch die Fußnägel auszuatmen. Es gibt Möglichkeiten derart zu atmen, dass du vom Meditationskissen regelrecht abhebst. Aber Vorsicht! Du kannst dir auch einen Bruch atmen.
 
Mandala MeditationEine sehr schöne Meditation ist die Mandala - Meditation. Du suchst einen Raum der sauber ist, indem Du dich wohl fühlst und in dem Du eine Weile ungestört bist. Vielleicht zündest Du eine Kerze an und bringst damit ein Licht - Opfer dar, oder Du bringst ein Räucherstäbchen zum Qualmen. Wenn es gutes Räucherwerk ist, erfreut es dich und die Götter.
Dann bringst Du dich in einer gemütliche Haltung und stellst dir ein Mandala etwa 175 cm vor dich; nicht zu hoch und nicht zu tief. Ja - ruhige, meditative Musik wäre schön!
Dann lässt Du das Mandala einfach auf dich wirken; nicht mit starrem Blick, sondern eher etwas verschwommen. Die Augen können dabei etwas traumselig schauen, wie manche Buddhas auf ihren Bildern. Nach einer Weile schließt Du die Augen und lässt das Mandala vor deinem geistigen Auge entstehen.
Wenn du diese Übung mehrere Jahre praktizierst, wirst Du selbst zu einem Mandala. Und dann hast Du es geschafft!

geschrieben von Norbert Lösche



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